Kontamination

Warum die meisten Verunreinigungen im Reinraum außerhalb des Reinraums entstehen

Reinräume sind so konzipiert, dass sie Kontaminationen auf höchstem Niveau kontrollieren. Die Luftqualität wird überwacht, Druckunterschiede werden kontrolliert und Verfahren zum Umziehen und Reinigen sind klar festgelegt. Normen wie ISO 14644 und die IEST Recommended Practices bieten detaillierte Richtlinien für die Gestaltung, Nutzung und Wartung kontrollierter Umgebungen. Und dennoch kommt es immer wieder zu Kontaminationsvorfällen. Nicht weil Reinräume versagen, sondern weil Kontaminationen oft schon entstehen, bevor Produkte, Hilfsmittel oder Träger in den Reinraum gelangen.

Für Branchen wie Halbleiter, Pharma, Medizinprodukte und Biotechnologie bietet Supura validierte Lösungen für die Palettenreinigung. Von einem kompletten Outsourcing-Service über Supura FullCare bis hin zu einer Vor-Ort-Installation mit Supura SiteCare: Sie entscheiden sich für Sicherheit ohne Kompromisse.

Kontamination beginnt nicht im Weltraum

ISO 14644 besagt, dass die Kontaminationskontrolle nicht auf den Reinraum selbst beschränkt ist, sondern für die gesamte kontrollierte Umgebung und alle damit verbundenen Schnittstellen gilt. Die Richtlinien der IEST unterstreichen dies, indem sie die Bedeutung der korrekten Handhabung, Vorbereitung und Reinigung von Gegenständen, die in den Reinraum gelangen, hervorheben. In der Praxis entsteht hier oft eine Lücke. Trays, Träger, Behälter und Werkzeuge werden regelmäßig außerhalb des Reinraums in weitaus weniger kontrollierten Umgebungen gereinigt.

Diese Vorreinigungsschritte erfolgen oft manuell, hängen vom Verhalten des Bedieners ab und werden von den örtlichen Gegebenheiten beeinflusst. Während der Reinraum selbst validiert ist und kontinuierlich überwacht wird, unterliegen die Schritte vor dem Eintritt nicht immer dem gleichen Maß an Kontrolle, Dokumentation oder Wiederholbarkeit. Dies führt zu Variabilität, und Variabilität ist eine der Hauptursachen für Kontaminationsrisiken in Reinraumprozessen.

Manuelle Vorreinigung führt zu Variabilität

Sowohl ISO 14644 als auch die IEST-Dokumentation betonen die Bedeutung von Wiederholbarkeit und Konsistenz bei der Kontaminationskontrolle. Manuelles Reinigen erschwert dies. Verschiedene Bediener, verschiedene Schichten und unterschiedliche Interpretationen dessen, was „ausreichend sauber“ ist, beeinflussen das Ergebnis. Selbst wenn Verfahren festgelegt sind, führt die manuelle Ausführung zu natürlichen Abweichungen. Diese Abweichungen sind zum Zeitpunkt ihrer Entstehung selten sichtbar, können aber später im Prozess Auswirkungen haben. Wenn später eine Kontamination festgestellt wird, ist die Ursache oft schwer zu ermitteln. Reinigungsschritte, die außerhalb des Reinraums stattfinden, werden bei Untersuchungen regelmäßig übersehen, einfach weil sie als unterstützend und nicht als kritisch angesehen werden.

Die verzögerte Auswirkung unzureichender Reinigung

Einer der Gründe, warum die Risiken der Vorreinigung unterschätzt werden, ist das Timing. Partikel oder Rückstände, die vor dem Reinraum eingebracht werden, verursachen nicht immer sofort Probleme. Ihre Auswirkungen können erst in späteren Produktionsschritten, Ertragsanalysen oder Audits sichtbar werden. Dieser verzögerte Effekt macht die Kontaminationskontrolle komplexer und unterstreicht die Notwendigkeit, die Reinigung vor dem Reinraum als integralen Bestandteil des kontrollierten Prozesses und nicht als vorbereitende Maßnahme zu betrachten. ISO 14644 erkennt ausdrücklich an, dass die Kontaminationskontrolle über die Grenzen des Reinraums hinausgeht und einen kettenartigen Ansatz erfordert, bei dem alle Schritte, die die Reinheit beeinflussen, aufeinander abgestimmt und kontrolliert werden.

Von der Aktivität zum kontrollierten Prozess

Bei der kritischen Reinigung geht es nicht darum, häufiger oder aggressiver zu reinigen. Es geht darum, die Reinigung zu einem kontrollierten und reproduzierbaren Prozess zu machen, der den Anforderungen an Reinräume entspricht. Das bedeutet festgelegte Reinigungsparameter, eine konsistente Durchführung und weniger Abhängigkeit von manuellen Vorgängen. Es bedeutet auch klare Verantwortung für Leistung und Kontinuität. Aus dieser Perspektive wird die Reinigung vor dem Reinraum zu einem strategischen Bestandteil der Kontaminationskontrolle und nicht zu einer sekundären Aufgabe.

Supura SiteCare: Kontrolle vor Ort behalten

Mit Supura SiteCare erhalten Unternehmen strukturierte Unterstützung, um kritische Reinigungsprozesse vor Ort unter Kontrolle zu halten. Reinigungsanlagen arbeiten weiterhin mit konstanter Leistung, die Verfügbarkeit ist gewährleistet und die Verantwortlichkeiten sind klar festgelegt. Durch die Unterstützung der Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit von Reinigungssystemen trägt SiteCare dazu bei, Schwankungen in den Schritten vor dem Zugang zum Reinraum zu reduzieren und die Übereinstimmung mit den Vorgaben der ISO 14644 und den IEST-Richtlinien zu gewährleisten.

Supura FullCare: Vorhersehbarkeit während des gesamten Prozesses

Supura FullCare geht noch einen Schritt weiter und übernimmt die vollständige Verantwortung für den Reinigungsprozess. Leistung, Kontinuität und Kosten werden vorhersehbar, während Unternehmen die Kontrolle über die Ergebnisse behalten. Für Reinraumumgebungen, in denen Risikominderung und Konsistenz von entscheidender Bedeutung sind, unterstützt FullCare einen langfristigen und strukturierten Ansatz.

Reinräume sind nur so sauber wie das, was hineinkommt.

Die Leistung eines Reinraums beginnt nicht erst an der Reinraumtür. Sie beginnt vielmehr bereits früher im Prozess, nämlich bei der Art und Weise, wie Gegenstände gereinigt, gehandhabt und für den Eintritt vorbereitet werden. Wenn die Reinigung als kontrollierter Prozess behandelt wird, der die Grundsätze der ISO 14644 und der IEST Recommended Practices widerspiegelt, sinken die Risiken, steigt die Konsistenz und wird die Leistung des Reinraums robuster.

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